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Treffen der Touristiker Metropolregion Rhein-Neckar: Fit für die Gäste aus dem Ausland?

Montag, 10. April 2017

Fast jede fünfte Übernachtung in der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) wird von einem Gast aus dem Ausland getätigt. Grund genug, einmal genauer hinzusehen, wie gut die Branche und ihre Akteure in der MRN bereits auf den Incoming-Tourismus eingestellt sind.Beim Treffen der Touristiker am 05. April 2017 in Sinsheim wurden die Ergebnisse der dwif-Studie vor rund 60 Touristiker(inne)n vorgestellt.

Welche Bedeutung hat das Thema Icoming in der MRN?

Welche Bedürfnisse haben unsere Gäste aus dem Ausland und wie kann die Gästeansprache gelingen?

Das waren die Kernfragen der Incoming-Studie für die MRN, die Lars Bengsch und Susanne Grasegger Anfang April im Rathaus in Sinsheim vorstellten.

 

 

Bedeutung des Incoming-Tourismus in der MRN

1,6 Mio. der 8,6 Mio. Übernachtungen in der MRN im Jahr 2016 werden von Gästen aus dem Ausland getätigt. Der Incoming-Anteil variiert innerhalb der Land- und Stadtkreise zwischen 3 und 37 Prozent. Heidelberg ist hierbei klar an der Spitze. Hier finden jährlich über 500.00 Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland statt. Aber auch Stadtkreise wie Worms und Landau holen bei der Internationalisierung auf. Die USA sind in fast allen amtlichen Reisegebieten der MRN der TOP-Quellmarkt (Ausnahme: Nördliches Baden-Württemberg). Die Niederländer und die Schweizer belegen die Plätze zwei und drei im MRN-Incoming-Ranking. 

 

Bedürfnisse der Gäste kennen

Incoming MRN 2017 Gaestebefragung dwifNeben den reinen Zahlen standen jedoch vor allem auch Einblicke in die Besonderheiten der ausländischen Quellmärkte im Mittelpunkt der Studie.

Die Gästebefragung Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus zeigt auf, dass es vor allem Aspekte wie Sehenswürdigkeiten, Architektur/Baustil sowie das Kunst-/Kulturangebot sind, die die Gäste aus dem Ausland überdurchschnittlich häufig in die Metropolregion ziehen.

Städteurlaub und Besichtigungsreisen stehen entsprechend hoch im Kurs, erholungsorientierte Urlaubsformen werden hingegen deutlich seltener nachgefragt als von den Urlaubern aus dem Inland.

Das erfreuliche dabei: Die Gästebefragung zeigt, dass die ausländischen Gäste mit den Aspekten rund um das Thema Städteurlaub und Kultururlaub sehr zufrieden sind. Verbessern muss sich die MRN aus ihrer Sicht jedoch vor allem in Bezug auf die Öffnungszeiten, das Preis-Leistungsverhältnis, Schlechtwetterangebote und die (fremdsprachige) Beschilderung.

Um die Bedürfnisse der einzelnen Quellmärkte genauer in den Blick zu nehmen, empfahlen Lars Bengsch und Susanne Grasegger sich bestehender Informationsbroschüren zu bedienen. Die Marktinformationen der DZT sowie spezielle Leitfäden zum Auslandsmarketing der Landesmarketingorganisationen inner- aber auch außerhalb der Bundesländer an denen die MRN einen Anteil hat, wurden hier als wichtige Praxishilfe genannt.

 

Gästeansprache im Verbund erhöht Schlagkraft

Der dritte Block beschäftigte sich mit der Gästeansprache und gab Tipps, wie Auslandsmarketing gelingen kann. Eine klare Empfehlung: Stärke im Verbund nutzen. Auslandsmarketing erfordert Kooperation und geeintes Vorgehen, um ggf. auch in Übersee Schlagkraft erzeugen zu können.

Die Akteure erhielten eine Reihe wichtiger Hinweise zu bestehenden Kooperationsangeboten der Landesmarketingorganisationen, der DZT oder auch Netzwerken wie Historic Highlights oder Ähnliches. Darüber hinaus wurden ausgewählte Beispiele für gelungenes Auslandsmarketing vorgestellt.

 

Fazit für die MRN

Incoming MRN 2017 Onlinebefragung dwifDer Incoming-Tourismus ist ein sehr wichtiges Nachfragesegment für die Region. Im Umgang mit den Gästen aus dem Ausland existiert jedoch noch Potenzial.

Gerade die Sprachkompetenz der Mitarbeiter(innen) vor Ort, die Qualität der Informationsmaterialien und -medien sowie die kreative Produktgestaltung gilt es auszubauen.

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Hintergründe zum Projekt

Das dwif übernimmt seit 2008 Coaching und Beratung des Verband Region Rhein-Neckar bei allen touristischen Fragestellungen. Ausgehend von einer Untersuchung des dwif zur touristischen Aufgabenstellung übernimmt der Verband seit 2008 die Rolle einer Informationsplattform für alle im und mit dem Tourismus Beschäftigten in der Region.

Die Aufgaben des dwif sind dabei die Konzeption und Erstellung des 2x jährlich erscheinenden Newsletter Tourismus, die Konzeption und Organisation des jährlichen Tourismustages, die Beratung des Verbandes bei allen touristischen Fragestellungen sowie die Bearbeitung eines jährlichen Spezialthemas. Beispielhaft waren dies die Themen „Wirtschaftsfaktor Tourismus in der Metropolregion Rhein-Neckar", „Erstellung eines Serviceratgebers – Schritte zur perfekten Gästezufriedenheit" sowie die Themen „Freizeitwirtschaft in der Metropolregion Rhein-Neckar"; „Sofatourismus in der Metropolregion Rhein-Neckar" und Digitalisierung im Tourismus.

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