Diese Website nutzt Cookies für die Authentifizierung, Navigation und weitere Funktionen

Mit der weiteren Nutzung der Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Mehr Informationen zu Cookies und deren Handhabung finden Sie in der Datenschutzerklärung

Ich habe verstanden
header news1

"Overtourism – Tourism over?" Branchenexperten diskutieren in München Lösungen

Dienstag, 15. Mai 2018

„Overtourism“ erhitzt aktuell die Gemüter. Erfolgsmeldungen stetig wachsender Übernachtungs- und Besucherzahlen stehen Konflikte und Abwehrreaktionen der Bereisten gegenüber. Rund 60 Branchenexperten diskutierten am 14. Mai 2018 in München im Rahmen der dwif-Jahrestagung und Forschungsbeiratssitzung über Herausforderungen und Lösungen für ein nicht wirklich neues, aber ungemein polarisierendes Phänomen.

Die ITB Berlin im März 2018 zeigte es bereits deutlich: „Overtourism“ ist eines der aktuellen Megathemen.

Erfolgsmeldungen stetig wachsender Übernachtungs- und Besucherzahlen mit ihren positiven Umsatz-, Bekanntheits- und Imagewirkungen stehen Konflikte sowie Abwehrreaktionen der Bereisten, begleitet von strukturellen Ungleichgewichten wie  Preissteigerungen, Verkehrs- und Lärmbelastungen  oder die  Verdrängung oder Überfremdung der einheimischen Wohnbevölkerung gegenüber.

Die Medien greifen das Thema intensiv auf: Mallorca, Venedig, Barcelona, Amsterdam, Berlin – die Liste der Destinationen, in denen Wachstum an Grenzen zu stoßen scheint, wird immer länger. In objektive Lageberichte mischen sich subjektive Reisewahrnehmungen – zu Lasten einer differenzierten Sachdiskussion.

Rund 60 Branchenexperten diskutierten deshalb am 14. Mai 2018 in München in den Räumen des ADAC im Rahmen der dwif-Jahrestagung und Forschungsbeiratssitzung über Herausforderungen und entwickelten erste Lösungsansätze für die Branche, die Destinationen, die Bürger, die Natur…

 

Worüber reden wir eigentlich? Facetten des Themas Overtourism

Wertvollen Input lieferte gleich zu Beginn der dwif-Tagung Prof. Armin Brysch (Hochschule Kempten). Sein Eingangsstatement zeigte Beispiele und Verflechtungen des Themas auf. Dahinter verbergen sich eine Vielzahl an  Einzelproblemen – viele davon sind keineswegs neu, wie eine vorab durch das dwif durchgeführte Online-Befragung der Tagungsteilnehmer deutlich macht.

Overtourism Jahrestagung dwif Brysch Onlinebefragung Overtourism Jahrestagung dwif Brysch
Overtourism Jahrestagung dwif Onlinebefragung Eingrenzung Overtourism Jahrestagung dwif Onlinebefragung DMO Rolle

 

In der anschließenden Diskussionsrunde kamen Praktiker zu Wort: Stefan Fredlmeier (Füssen Tourismus und Marketing), Sabine Wendt (visitBerlin), Thomas Weber (Sauerland-Tourismus e.V.), Dr. Catrin Homp (Tourismusverband Schleswig-Holstein e.V.), Axel Doering (Bund Naturschutz, Kreisgruppe Garmisch-Partenkirchen) sowie Prof. Dr. Jürgen Schmude (Deutsche Gesellschaft für Tourismuswissenschaft e.V.) zeichneten ihren Blick auf das Thema Overtourism und den damit verbundenen Handlungsdruck.

Dabei wurde eines ganz deutlich: Der Tourismus und seine Akteure arbeiten bereits intensiv an Lösungen durch Besucherlenkung, Maßnahmen zur Akzeptanzerhaltung, Geheimtipp-Management und vieles mehr.

Eine sehr spannende und bereichernde Diskussion für die wir uns bei allen Teilnehmer(inn)en und dem Moderator Michael Zeinert (IHK Lüneburg-Wolfsburg) noch einmal herzlich bedanken!

 

Lösungen bitte! Teilnehmer(innen) identifizieren Handlungsoptionen

Die Statements lieferten die perfekte Grundlage für die anschließende Werkstatt-Runde. An drei Themeninseln diskutierten die Teilnehmer(innen) intensiv zu den Themen:

  • Hat das Thema Overtourism heute eine neue Qualität?
  • Was ist die Rolle der DMO und welche zentralen Partner können sie bei der Ausübung ihrer Rolle stärken?
  • Wer sind die wesentlichen Adressaten der DMO beim Thema Overtourism und mit welchen zentralen Maßnahmen sind diese anzusprechen?

Dabei wurden erste Ideen für Präventivmaßnahmen definiert, Kommunikationserfordernisse adressiert und der Bedarf für Lenkungs- und Steuerungsmechanismen sowie Monitoringlösungen konkretisiert.

Diese innovativen Gedankensplitter und wertvollen Umsetzungsideen werden wir für die Branche weiter ausarbeiten und in Kürze publizieren. Wir freuen uns auf den weiteren Austausch mit Ihnen!

 

Vielen Dank

...an alle Referent(inn)en und Teilnehmer(innen) für diesen wertvollen Nachmittag und natürlich an den ADAC für die Gastfreundschaft!

Mehr erfahren

Mehr zum Thema „Overtourism“ erfahren Sie auch hier:

 

Impressionen

Overtourism Impressionen

ServiceQualität Deutschland