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Aktuelle Studie: Wirtschaftsfaktor Camping- und Reisemobiltourismus in Deutschland 2016/17

Montag, 22. Januar 2018

Caravaning ist in Deutschland beliebter als jemals zuvor. Da viele deutsche Caravaning-Enthusiasten im eigenen Land verreisen, profitiert auch die hiesige Tourismusbranche stark von dem Boom. Im Auftrag des CIVD nahm das dwif den Campingplatz- und Reisemobiltourismus in Deutschland in einer wissenschaftlichen Studie genauer unter die Lupe. Die Ergebnisse zeigen auf eindrucksvolle Weise die wirtschaftliche Relevanz von Caravaning-Tourismus in Deutschland.

  • Aktuelle Studie: Wirtschaftsfaktor Camping- und Reisemobiltourismus in Deutschland (Bild: Caravaning Industrie Verband e.V.)
    Eckdaten zum Campingtourismus in Deutschland

Die Zahl der im Rahmen von Marktanalysen ermittelten Camping- und Reisemobilstellplätze in Deutschland liegt bei rund 6.500 Betrieben, die insgesamt rund 572.000 Standplätze vorhalten. Bei den Campingfahrzeugen zeigt sich ein stetig wachsender Bestand. Aktuell ist von insgesamt rund
1,4 Mio. Fahrzeugen auszugehen, davon 420.000 zugelassenen Reisemobile, 100.000 umgebaute und als PKW zugelassene Reisemobile, 620.000 mobile Caravans sowie 260.000 Caravans auf Dauerstandplätzen.

 

Durch die Campingtouristen werden auf den Campingplätzen und im Rahmen der anderweitigen touristischen Nutzung von Campingfahrzeugen jährlich rund 137,5 Mio. Übernachtungen und Tagesreisen generiert. Nach Segmenten unterteilt ergeben sich
  • 14,5 Mio. Tagesreisen mit dem Reisemobil,
  • 13,5 Mio. Übernachtungen durch Reisemobilisten auf und außerhalb von Reisemobilstellplätzen,
  • 49,7 Mio. Übernachtungen durch Touristikcamper auf Campingplätzen sowie
  • 59,8 Mio. Aufenthaltstage auf den Dauerstandplätzen.

Diese Zahlen verdeutlichen die gravierende Untererfassung dieses touristischen Marktsegmentes in der amtlichen Statistik.

 

Umsätze durch den Campingtourismus in Deutschland 
Der Campingtourismus ist als wichtiger Wirtschaftsfaktor in Deutschland anzusehen. Durch die gesamte campingspezifische Nachfrage über alle Segmente werden in Deutschland Bruttoumsätze in einer Größenordnung von rund 12.554,6 Mio. € generiert. Enthalten sind hierin die

  • in den Zielgebieten getätigten Ausgaben der Camper in Höhe von 5.000,5 Mio. Euro,
  • die anzusetzenden Fahrtkosten für den Transfer zwischen Quell- und Zielgebiet und während des Aufenthaltes vor Ort in Höhe von 3.999,1 Mio. Euro sowie
  • die Investitionen in die Campingausrüstung (Fahrzeug, Campingausstattung, Sonderzubehör) in Höhe von 3.555,0 Mio. Euro.

Einkommenseffekte

Der Nettoumsatz aus dem Campingtourismus ergibt sich nach Abzug der Mehrwertsteuer vom Bruttoumsatz und liegt bei knapp 11 Mrd. Euro. Die Einkommenswirkungen lassen sich aus dem Nettoumsatz ableiten.

Zum Einkommen zählen Löhne, Gehälter und Gewinne. Dabei wird zwischen den direkten (1. Umsatzstufe) und indirekten (2. Umsatzstufe) Effekten unterschieden. Die gesamten durch den Campingtourismus in Deutschland bewirkten Einkommen belaufen sich auf gut 5 Mrd. Euro. Davon entfallen jeweils etwa die Hälfte auf die 1. und die 2. Umsatzstufe. Der Campingtourismus leistet damit einen Beitrag zum gesamten Volkseinkommen in Deutschland in Höhe von beachtlichen 0,22 Prozent.

 

Campingtourismus Grundlagenstudie CIVD dwif 2017 Einkommenseffekte

 

Beschäftigungsäquivalente

Aus der Division des durch Campingtourismus generierten Einkommens (5.016,4 Mio. Euro) durch das durchschnittliche Volkseinkommen je Einwohner in Deutschland (27.540 Euro) lässt sich ein Beschäftigungsäquivalent von insgesamt rund 182.000 Beziehern eines durchschnittlichen Volkseinkommens pro Kopf durch den Campingtourismus in Deutschland ableiten.

 

Steuereffekte

Aus dem Campingplatz- und Reisemobil-Tourismus resultiert ein Steueraufkommen aus Mehrwertsteuer sowie Einkommen-/Lohnsteuer in Höhe von insgesamt rund 2,3 Mrd. Euro. Davon entfallen rund 70 Prozent auf Mehrwertsteuer und 30 Prozent auf Einkommen-/Lohnsteuer.

Darüber hinaus fließen der öffentlichen Hand durch den Campingplatz- und Reisemobil-Tourismus Steuern und Abgaben in einer Größenordnung von rund 219 Mio. Euro durch die ansässigen Unternehmen zu (z. B. Gewerbesteuer, Grundsteuer, Tourismusbeitrag).

 

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Campingtourismus Grundlagenstudie CIVD dwif 2017 Cover

Download der Studie

 

 

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