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Ergebnisse zur Erfolgsstory Radtourismus im Sauerland liegen vor

Montag, 07. November 2016

Das dwif analysiert erneut die wirtschaftliche Bedeutung des Fahrradtourismus im Sauerland: 9,3 Millionen Radfahrer rollen durch die Region.

Zahlreiche Radfahrer sind der Beweis: Der allgemeine Boom des Radfahrens lässt sich täglich auch im Sauerland eindrucksvoll beobachten. Der Radtourismus ist hier ein beachtlicher Wirtschaftsfaktor mit großen Zuwächsen – das belegen jetzt die Ergebnisse der dwif-Studie, die die Sauerland-Radwelt in Auftrag gegeben hat. Es handelt sich dabei um die Fortsetzung der Studie „Wirtschaftsfaktor Radtourismus", die erstmals im Jahr 2013 vorgelegt wurde.

 

Die wichtigsten Zahlen und Fakten lesen sich vielversprechend: 8,8 Millionen Tagesausflüge unternehmen Radfahrer ins oder im Sauerland pro Jahr, das sind 5,1 Millionen mehr als noch vor drei Jahren. Auch die Übernachtungsgäste, die ihre Reisezeit gezielt zum Radfahren nutzen, nehmen zahlenmäßig zu.

Mit einer halben Million Übernachtungen rechnet die Studie, ein Zuwachs von 100.000 seit dem Jahr 2013. Insgesamt kommt die Studie also auf 9,3 Millionen Tagesaufenthalte von Radfahrer in der Region.

Die Radfahrer geben als Tagesausflugsgäste pro Kopf und Tag 11,30 Euro aus, wenn sie übernachten sind es 101,00 Euro. Hochgerechnet bedeutet dies für das Jahr 2016 einen Bruttoumsatz von 150,4 Millionen Euro in der Region. Zum Vergleich: 2013 waren es noch 66,1 Millionen Euro.

Durch den Radtourismus im Sauerland werden 70,7 Millionen Euro an Einkommen erzielt (2013: 30,5 Millionen Euro). Auch die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Kommunen haben sich mehr als verdoppelt von 7,2 Millionen im Jahr 2013 auf 14,8 Millionen Euro im Jahr 2016.

Mehr als 2.500 Menschen im Sauerland können gemäß Berechnungen ihren Lebensunterhalt mit einem durchschnittlichen Primäreinkommen pro Kopf und Jahr durch den Radtourismus bestreiten, während es 2013 gut 1.200 Menschen waren.

 Sauerland Radtourismus Wirtschaftsfaktor 2016

 „Die Zahlen bestätigen, was wir mit unseren eigenen Augen beobachten: Es sind mit jedem Jahr mehr Radfahrer in unserer Region unterwegs", stellt Jannik Müller, Projektleiter der Sauerland-Radwelt, fest. „Gerade mit dem Radnetz Südwestfalen wurde eine flächendeckende Infrastruktur geschaffen, die das Radfahren im Urlaub, aber auch im Alltag komfortabel macht. Davon profitiert das gesamte Sauerland."

Ulrich Bork (Hochsauerlandkreis), Vorsitzender der Sauerland-Radwelt, betont: „Dieser Erfolg ist für die Verantwortlichen in den Städten, Gemeinden, Kreisen und bei Straßen NRW gleichzeitig eine dauerhafte Herausforderung: Angebot und Qualität der Radwege müssen kontinuierlich gepflegt und teilweise noch ausgebaut werden, um den Ansprüchen der steigenden Gästezahl gerecht zu werden.

Wir setzen weiter auf sportive Angebote für Mountainbiker und Rennradfahrer unter der Marke ‚Bike Arena Sauerland' und qualitativ hochwertige Radwege für Tourenradler und E-Biker. Dabei gibt es eine enge Zusammenarbeit der Sauerland-Radwelt e.V. mit dem Sauerland-Tourismus e.V."

Quelle: WOLL-VERLAG Schmallenberg, Sauerland; Sauerland-Radwelt e.V.

 

Hintergrund und Methodik der dwif-Studie

Um die zwischenzeitlich eingetretene Entwicklung aufzeigen zu können, wurde das 2013 angewandte Vorgehen bestehend aus einer Vermieterbefragung und einer Befragung von Fahrradverleihern weitgehend beibehalten. Zudem liegt der Wirtschaftsfaktor-Studie auch jetzt wieder eine repräsentative Bevölkerungsbefragung zugrunde.

In Telefoninterviews befragte das dwif insgesamt 1.500 Menschen rund um ihr Radfahrinteresse, davon 750 im gesamten Sauerland und 750 in einem Umkreis von 50 Kilometern um die Region. In dem abgesteckten Befragungsgebiet leben 11,7 Millionen Menschen über 18 Jahre, aus dieser Menge wurde eine Stichprobe nach dem Zufallsprinzip gezogen.

Die ausgewählten Personen wurden danach befragt, ob sie gelegentlich Fahrrad fahren – 47 Prozent sagten Ja. Von diesen Gelegenheitsradfahrern gaben wiederum 26 Prozent an, dass sie in den vergangenen zwölf Monaten auch im Sauerland unterwegs waren, was einem Anstieg um 12 Prozentpunkte gegenüber der Befragung im Jahr 2013 entspricht.

Auftraggeber der Studie war Sauerland-Radwelt e.V., der Verein zur Förderung des heimischen Radtourismus.

 

Haben auch Sie Interesse an Ergebnissen zur ökonomischen Bedeutung des Tourismus für Ihre Stadt oder Ihre Region?

Mehr Informationen zu unseren Berechnungen können Sie in unserem Flyer „Wirtschaftsfaktor Tourismus" nachlesen. Am besten, Sie wenden sich direkt an uns, dann können Ihnen die erfahrenen Mitarbeiter des dwif ganz individuell weiterhelfen.

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