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Rad-Touristen bringen dem Sauerland Millionen

Donnerstag, 28. November 2013

Die Radfahrer erobern das Sauerland – und kurbeln den Tourismus mit hohem Tempo an. Den Erfolg belegt eine aktuelle Studie zum Wirtschaftsfaktor Radtourismus des dwif: 4,1 Mio. Gäste rollen durch die Region / Bruttoumsatz von 66,1 Mio. €.

Auftraggeber der Studie ist die Sauerland-Radwelt, der Verein zur Förderung des heimischen Radtourismus. „Mit der Studie wollten wir erstmals beziffern, welche Bedeutung das Radfahren ökonomisch für uns hat", erklärt Daniel Wegerich, Projektleiter der Sauerland-Radwelt. „Denn augenscheinlich nehmen wir ja alle wahr, wie das Radfahren in der Region boomt. Wer hatte früher vom bergigen Sauerland gedacht, dass dieses Thema hier so erfolgreich werden würde? Die Studie liefert uns nun fassbare Angaben, die dieses gute Erfolgsgefühl fundieren."

Die vorgelegten Zahlen sind beeindruckend. In den vergangenen zwölf Monaten sind 3,7 Mio. Tagesausflüge mit dem Rad ins Sauerland ermittelt worden. Darüber hinaus wurden 400.000 Übernachtungen, davon die Hälfte in Hotels, ein Viertel in Gasthöfen und Pensionen registriert.

Tagesausflügler geben 8,40 € aus, bei den Übernachtungsgästen, die mit dem Rad vorfahren, sind es täglich 87,40 €. 35,90 € davon entfallen auf die Unterkunft. Hochgerechnet bedeutet dies für das Jahr 2013 einen Bruttoumsatz von 66,1 Mio. €, die Einkommenseffekte belaufen sich auf 30,5 Mio. € und das Steueraufkommen hieraus beträgt mindestens 7,2 Mio. €. Und auch der Beschäftigungseffekt lässt sich berechnen: Mehr als 1.200 Menschen im Sauerland könnten ihren Lebensunterhalt mit einem durchschnittlichen Primäreinkommen pro Kopf und Jahr durch den Radtourismus bestreiten.

Methodik der dwif-Studie

Der Studie liegt zum einen eine repräsentative Bevölkerungsbefragung zugrunde. In Telefoninterviews wurden insgesamt 1.500 Menschen rund um ihr Radfahrinteresse befragt, davon 750 im gesamten Sauerland und 750 in einem Umkreis von 50 Kilometern um die Region. Das Feld wurde nach Westen hin gezielt erweitert, um die Ballungszentren an Rhein und Ruhr zu erfassen, aus denen zahlreiche Sauerland-Gäste kommen. In dem abgesteckten Befragungsgebiet leben 11,7 Mio. Menschen über 18 Jahre, daraus wurde eine Stichprobe nach dem Zufallsprinzip gezogen.

Diese Personen wurden danach befragt, ob sie gelegentlich Fahrrad fahren und – falls ja – ob sie in den vergangenen 12 Monaten einen Radausflug ins Sauerland unternommen haben. Die sich dadurch ergebende Gruppe der Radausflüger wurde dann weiter zu Vorlieben, Kenntnissen, Motivation und Kritikpunkten rund um das Thema befragt.

Zum anderen wurden Gastgeber und Fahrradhändler/-verleiher befragt. Insgesamt lief die Erhebung für die Studie von Juli bis Oktober 2013.

 

Aktuelle Projektinformationen

Drei Jahre nach der Durchführung mehrerer Primärerhebungen im Sauerland und der erstmaligen Berechnung des Wirtschaftsfaktor Tourismus des Radtourismus wurde das dwif mit der Aktualisierung dieser Daten beauftragt.

Mehr dazu erfahren Sie hier.

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