Diese Website nutzt Cookies für die Authentifizierung, Navigation und weitere Funktionen

Mit der weiteren Nutzung der Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Mehr Informationen zu Cookies und deren Handhabung finden Sie in der Datenschutzerklärung

Ich habe verstanden
header news1

Beherbergungsmarkt in Ostdeutschland aktiv steuern: Netzwerke stärken, strukturelle Investitionen einleiten

Donnerstag, 08. März 2018

Vor rund 800 Teilnehmern stellten Dr. Mathias Feige und Dr. Manfred Zeiner die ersten Ergebnisse des Sparkassen-Tourismusbarometers Ostdeutschland 2018 auf der ITB in Berlin vor. Das aktuelle Branchenthema unter dem Motto „Schläfst Du noch oder erlebst Du auch?" definiert Strategien für den Beherbergungsmarkt in Ostdeutschland.

Sparkassen Tourismusbarometer OSV Beherbergungsmarkt TeaserRund 800 Gäste kamen am 08. März 2018 zur Vorstellung der ersten Ergebnisse des Sparkassen-Tourismusbarometers Ostdeutschland 2018 in den CityCube in Berlin anlässlich des 21. Tourismusforums des Ostdeutschen Sparkassenverbandes.

Im Mittelpunkt der Präsentationen von Dr. Mathias Feige und Dr. Manfred Zeiner standen die aktuelle Tourismusentwicklung sowie Strategien für den Beherbergungsmarkt in Ostdeutschland.

 

„Schläfst Du noch oder erlebst Du auch? Strategien für den Beherbergungsmarkt“

Das Branchenthema 2018 des Sparkassen-Tourismusbarometers Ostdeutschland blickt nach vorn: Wie sieht der Beherbergungsbetrieb der Zukunft aus? Dazu gibt es viele Szenarien. Eines ist jedoch klar, auch in Zukunft werden Gäste schlafen wollen und dazu Beherbergungsbetriebe brauchen.

Sparkassen Tourismusbarometer OSV BetriebstypenDie Frage ist nur, worin schlafen sie und wie sehen die „Hüllen“ aus? Was werden die Gäste verlangen und die Betriebe leisten können? Welche Strategien gibt es für Tourismusorganisationen, Branchenverbände, die öffentliche Hand, den Wandel im Beherbergungsmarkt zu unterstützen? Macht ein gezieltes Ansiedlungsmanagement Sinn, um das Angebot in ländlichen Räumen sicherzustellen oder zukunftsfähige Konzepte zu stärken.

 

Den Trends und Entwicklungen nach zu urteilen, prägen vier Entwicklungsstränge die Beherbergung der Zukunft:

  • Budgetbetriebe
  • Konzeptbetriebe
  • Luxusbetriebe
  • Kettenbetriebe

Aktuell stellen Hotels und Hotels garnis ein Drittel des gewerblichen Beherbergungsmarktes in Ostdeutschland. Im Umkehrschluss bestehen zwei Drittel des Marktes aus mehrheitlich kleinen Betrieben.

Vor allem in Thüringen und Sachsen stellen Pensionen und Gasthöfe gut die Hälfte der Betriebe. In Mecklenburg-Vorpommern sind Ferienwohnungen und -häuser am stärksten vertreten. Ein klares Konzept wird dabei zum A und O für die Wettbewerbsfähigkeit.

Emotional über ein Thema aufladen bedeutet ein „Gesicht“ bekommen und im Markt stärker wahrgenommen werden. Egal ob die Ideen am Ende in Form eines Hotels, einer Pension, einer Ferienwohnung oder eines Campingplatzes gestaltet werden, die Inszenierung des Themas und die feste Verankerung in der Region sind entscheidend.

Im Mittelpunkt stehen hier die aktiven Unternehmer selbst.

 

Sparkassen Tourismusbarometer OSV 2018 Infografik

 

Handlungsrahmen für Betriebe

  1. Positionieren: konsequent, regional, authentisch, thematisch und zielgruppenorientiert arbeiten
  2. Qualität erhöhen und perfektes Preis-/Leistungsniveau herausstellen
  3. Modernisieren: strukturell umbauen und Digitalisierung sinnvoll einsetzen
  4. Betriebliches Know-how professionalisieren: Vertriebs- und Einkaufsmanagement optimieren, verstärkt auf Vertriebs-, Vermarktungs- und Einkaufskooperationen setzen.
  5. Vernetzen: Verankerung und Netzwerkaufbau in der kommunalen und städtischen Gesellschaft

 

Steuerungsmechanismen für einen zukunftsfähigen ostdeutschen Beherbergungsmarkt

Sparkassen Tourismusbarometer OSV SteuerungAufgabe der Steuerungsebene (Verbände, Politik und Verwaltung, DMO etc.) ist es, die Rahmenbedingungen für die Weiterentwicklung der bestehenden Betriebe zu optimieren und ein aktives Ansiedlungsmanagement zu betreiben.

 

 

 

Handlungsrahmen für Steuermechanismen:

  1. Performance-Analysen durchführen: externe neutrale Prüfung der betrieblichen Leistungsfähigkeit (qualitativ/quantitativ) für die Bewertung der zukunftsfähig
  2. Aufklärung über Chancen: Qualifizierung durch zielgerichtete Coaching-Maßnahmen für KMU
  3. Gezielte Förderanreize bieten: öffentliche Infrastrukturförderung mit einer örtlichen bzw. regionalen Gesamtentwicklungsstrategie verbinden
  4. Finanzierung ermöglichen: regionale Kreditinstitute für Unternehmensanforderungen und touristische Konzeptionen in ländlichen Räumen sensibilisieren
  5. Aktive Ansiedlung vorantreiben: Strukturwandel und Ansiedlung von neuen Betrieben unterstützen, wo sie benötigt werden (aktiv Lücken füllen)
  6. Netzwerke aufbauen: lokale bzw. regionale Netzwerke aufbauen (Betriebe, Leistungsträger aus anderen Wirtschaftsbereichen, Kreditinstitute, Wirtschaftsförderung, DMO, Bevölkerung)

Einen ersten Überblick zu den Betriebstypen und ihren Erfolgsfaktoren liefert die Kurzfassung zur ITB 2018. Detaillierte Informationen und Ansatzpunkte für die aktive Steuerung des Beherbergungsmarktes in Ostdeutschland erarbeitet das dwif im Rahmen des Ende Juni 2018 erscheinenden Jahresberichtes. Präsentiert werden die Ergebnisse zudem auf den Länderveranstaltungen im August und September 2018.

 

Anders denken, anders handeln, Kennzahlensets anpassen

Anregungen zum Tourismusmonitoring aus dem 21. OSV-Tourismusforum 2018 lesen Sie hier.

____________________________________________________________________________

Mehr Informationen
ServiceQualität Deutschland