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Wenn Wachstum an Grenzen stößt – Tourismusentwicklung, Nutzenstiftung und Overtourism

Montag, 19. Februar 2018

Unbegrenztes touristisches Wachstum trifft nicht immer auf ungeteilte Begeisterung. Das zeigen die aktuellen Overtourism-Diskussionen sehr deutlich. Das vom dwif entwickelte touristische Wachstumsdreieck und ein im Sparkassen-Tourismusbarometer Schleswig-Holstein enthaltener Selbstcheck bieten einen ersten Ansatz für eine strategische Ausrichtung und eine Früherkennung möglicher Wachstumsgrenzen.
  • dwif: Sparkassen-Tourismusbarometer Schleswig-Holstein 2017 Wenn Wachstum an Grenzen stößt – Tourismusentwicklung, Nutzenstiftung und Overtourism (Bild: dwif)
    dwif-Wachstumsdreieck und Selbst-Check bringen Klarheit

Neben den vielfältigen positiven Effekten kann ein zu starkes touristisches Wachstum Begleiterscheinungen hervorrufen, die zumindest teilweise als negativ empfunden werden.

Diese Entwicklung und ihre Konsequenzen lassen sich momentan insbesondere in Großstädten wie Berlin, Barcelona oder Amsterdam beobachten, aber auch Destinationen wie Venedig, Mallorca oder deutsche Küstenregionen spüren zumindest punktuell die Folgen des Massentourismus.

Wie kann die Branche damit umgehen, und wie kann sie bei Bedarf gezielt gegensteuern, damit der Tourismus einen erkennbaren Nutzen für Bewohner, Besucher, Beschäftigte und Betriebe stiftet?

 

dwif-Wachstumsdreieck und Selbst-Check bringen Klarheit

Das dwif hat im aktuellen Sparkassen-Tourismusbarometer Schleswig-Holstein im Auftrag des Sparkassen- und Giroverbandes für Schleswig-Holstein und des Tourismusverbandes Schleswig-Holstein e.V. untersucht, welche Chancen sich der Branche jenseits der klassischen quantitativen Wachstumsziele bieten.

Pauschal lässt sich die Frage nach Wachstumsgrenzen jedenfalls nicht beantworten. Vielmehr muss vor Ort bewertet werden, ob man (weiter) wachsen kann, will oder muss – oder eben nicht.

 

Sparkassen Tourismusbarometer Schleswig Holstein Wachstumsdreieck dwifBei dieser individuellen Einschätzung unterstützen das vom dwif entwickelte touristische Wachstumsdreieck und ein im Sparkassen-Tourismusbarometer Schleswig-Holstein enthaltener Selbstcheck als erster Ansatz für eine strategische Ausrichtung und eine Früherkennung möglicher Wachstumsgrenzen. 

Statt nur auf Übernachtungszahlen zu schauen, gilt es zu klären, welchen Mehrwert der Tourismus für die Einheimischen schafft.

 

Häufig stehen bei dieser Analyse und Bewertung die ökonomischen Effekte im Vordergrund. Diese bleiben zwar weiterhin wichtig, reichen allein jedoch nicht mehr aus. Immer stärker geht es auch um qualitative Image-, Attraktivitäts- und Infrastruktureffekte sowie differenziertere Stabilisierungs- und Standorteffekte oder um das Potenzial zur Bildung regionaler Wirtschaftskreisläufe.

Entscheidend ist, die erweiterte Nutzenstiftung durch den Tourismus und den Erfolg „werteorientierter Maßnahmen“ auch messen zu können:

  • Wie macht sich dies in den Orten und Regionen konkret bemerkbar?
  • Was haben touristische Orte, was andere Orte nicht haben?
  • Welchen Nutzen schafft der Tourismus für Einwohner und Unternehmen?
  • An welchen Stellschrauben können die Akteure ansetzen, um die Nutzstiftung zu erhöhen?

Sparkassen Tourismusbarometer SH NutzenbaumFür die vertiefte Untersuchung der einzelnen Wirkungsbereiche des touristischen „Nutzenbaumes“ identifizierte das dwif insgesamt 24 Indikatoren, die auf Aussagekraft, Datenerhebungsmöglichkeiten beziehungsweise Datenverfügbarkeit und Signifikanz hin geprüft und bewertet wurden.

 

 

 

Mehr erfahren

Weitere Informationen sowie mögliche Strategien für die künftige Tourismusentwicklung und Handlungsempfehlungen finden Sie hier:

Sparkassen Tourismusbarometer Schleswig Holstein Jahresbericht 2017 CoverAktueller Jahresbericht Sparkassen-Tourismusbarometer Schleswig-Holstein

News "Sparkassen-Tourismusbarometer Schleswig-Holstein 2017: Wachstumsziele neu gedacht"

Aktueller Tourismus-Infobrief Schleswig-Holstein

 

"Overtourism – Tourism Over?"

Auch die dwif-Jahrestagung & Forschungsbeiratssitzung 2018 widmete sich diesem aktuellen Reizthema.

Unter dem Titel "Overtourism – Tourism Over?" diskutierten Branchenfachleuten zukunftsfähige Wege.

Mehr dazu lesen Sie hier.

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