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Praxistipp: Wirtschaftliche Bedeutung – Unterschiede zwischen dwif-Wirtschaftsfaktor Tourismus und TSA-Ansatz verstehen

Dienstag, 27. März 2018

Die Analyse der wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus kann grundsätzlich mit zwei methodischen Ansätzen verfolgt werden. In unserem Praxistipp erläutern wir Ihnen die Unterschiede zwischen der Berechnung des dwif-Wirtschaftsfaktor Tourismus und der Analysen des Tourismus-Satellitenkonten TSA-Systems.

  • Praxistipp: Wirtschaftliche Bedeutung – Unterschiede zwischen dwif-Wirtschaftsfaktor Tourismus und TSA verstehen (Bild: Fotolia/eyetronic)
    Wir erläutern Ihnen die Unterschiede!

Wie viel Tourismus findet vor Ort wirklich statt und was bringt er monetär? Wer verdient am Tourismus und wieviel?

Die Berechnung der wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus ist essentiell, um die Relevanz der Branche herauszuheben und Aufmerksamkeit für die Belange des Tourismus zu schaffen.

In Gesprächen mit Vertreter(inne)n der Branche stellen wir immer wieder fest, wie wichtig es ist, die Unterschiede zwischen der Berechnung des dwif-Wirtschaftsfaktor Tourismus und der Analysen des Tourismus-Satellitenkontos (TSA) klar herauszustellen.

Fakten im Überblick

Der dwif-Wirtschaftsfaktor Tourismus… Das TSA-System…
  • ist für alle regionalen Ebenen verfügbar.
  • ist für Bundesländer und Deutschland verfügbar.
  • betrachtet den für DMO marketingrelevanteren Incoming Tourismus im Zielgebiet.
  • betrachtet die gesamte Tourismuswirtschaft inkl. Aspekte, die außerhalb des Einflussgebietes der DMO liegen (z. B. Wertschöpfung durch Outgoing-Reisen).
  • ist Basis für die TSA-Berechnungen.
  • baut auf dem Wirtschaftsfaktor auf.

 

Von Unterschieden und Schnittmengen

Was grundsätzlich zu berücksichtigen ist: Tourismus-Satellitenkonten sind ausschließlich auf Bundeslandebene sowie auf nationaler Ebene verfügbar. Der dwif-Wirtschaftsfaktor Tourismus ist für alle regionalen Ebenen (für Kommunen, Landkreise, Destinationen, Regionen, Reisegebiete und Bundesländer) verfügbar.

Der Weg der Berechnung in Anlehnung an das TSA-System gemäß den Richtlinien der UNWTO unterscheidet sich in einigen Aspekten von Zielgebietsbetrachtungen zum dwif-Wirtschaftsfaktor Tourismus. Basis beider Herangehensweisen ist die Erhebung der touristischen Nachfrage, die sich aus den Ausgaben der Touristen im Zielgebiet  ergibt.

Das TSA-System definiert das „System Tourismus“ allerdings etwas breiter und bezieht zusätzlich beispielsweise auch den gesamten „Outgoing-Tourismus“ sowie den nicht-monetären touristischen Konsum (z. B. Zuschüsse) ein. Fakt ist: Ohne die Berechnungen zum dwif-Wirtschaftsfaktor Tourismus als Grundgerüst ist eine weitere Berechnungen nach TSA-Systematik nicht möglich, wie nachfolgende Grafik zeigt:

 

Wirtschaftsfaktor Tourismus TSA Unterschiede dwif

 

  • Die Methodik des dwif-Wirtschaftsfaktor Tourismus fokussiert auf die Umsätze, die durch den Incoming-Tourismus (Tages- und Übernachtungsgäste aller Art) im Zielgebiet getätigt werden. Der Untersuchungsansatz zielt darauf ab, Destinationsmanager(innen) mit Daten zur wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus in ihrer Region zu versorgen. Berechnet und dargestellt wird folglich, wieviel Bedeutung der Tourismus in das Zielgebiet XY hat (Incoming). Es handelt sich um eine Zielgebietsbetrachtung.
  • Die Zusatzaspekte, die der TSA-Ansatz näher beleuchtet, liegen größtenteils außerhalb des Verantwortungsbereichs von touristischen DMO. Berechnet und dargestellt wird folglich, wieviel Bedeutung der Tourismus in das Zielgebiet xy hat (Incoming) und wieviel Tourismus aus diesem Gebiet durch die Outgoingreisen der Einwohner entsteht bzw. anteilig in diesem Gebiet verbleibt. Es handelt sich folglich eher um eine Standortbetrachtung.
Beide Berechnungen haben ihre Berechtigung, jedoch sind die Zahlen nach der Methodik des dwif-Wirtschaftsfaktor Tourismus eher für die Erfolgsmessung und Bedeutung der touristischen Arbeit in einem Zielgebiet Ort/Stadt/Region/Bundesland relevant, während der TSA-Ansatz eher die Bedeutung der Tourismuswirtschaft (inkl. Reisebüros /Reiseveranstalter etc.) in einem Land/Bundesland darstellt.

 

Details für Insider

 Weiterhin unterscheiden sich die Ansätze in der Berechnung der wirtschaftlichen Folgeeffekte, die sich aus dem touristischen Konsum ergeben.

  • Die klassische dwif-Wirtschaftsfaktor Tourismus Berechnung betrachtet zwei Umsatzstufen und zielt auf das durch den Tourismus erzielte Einkommen (Nettowertschöpfung) ab. Auf dieser Basis wird der Beschäftigungseffekt als „Einkommensäquivalent“ abgeschätzt.
  • Das TSA-System orientiert sich strikt an den Definitionen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung und zielt auf die Bruttowertschöpfung als Maß für die wirtschaftliche Bedeutung und die Anzahl der Erwerbstätigen ab. Die Berechnung der wirtschaftlichen Folgeeffekte auf Bruttowertschöpfung und Beschäftigung berücksichtigt im Rahmen der TSA-Systematik alle Wertschöpfungsstufen und erfolgt auf Basis eines von DIW Econ entwickelten regionalisierten Input-Output-Modells, d.h. unter Berücksichtigung regionaler Vorleistungsbezüge.

 

Einblicke gewinnen

Das dwif berechnet pro Jahr ca. 100 Wirtschaftsfaktor Tourismus-Analysen. Mehr erfahren.

Für die TSA-Analysen arbeiten wir eng mit der DIW Econ GmbH und dem Institut für Management und Tourismus (IMT) der FH Westküsteder zusammen. Jüngst wurden beispielsweise unsere gemeinsamen Ergebnisse des TSA für Brandenburg vorgestellt. Mehr erfahren.

 

Informationen zum dwif-Wirtschaftsfaktor-Tourismus

Wirtschaftsfaktor Tourismus dwif Flyer CoverHaben auch Sie Interesse an Ergebnissen zum Wirtschaftsfaktor Tourismus für Ihre Stadt oder Ihre Region und möchten die Ergebnisse öffentlichkeitswirksam publizieren?

Näheres zu diesem Thema und eine Antwort auf die Frage wie Sie an Ergebnisse für Ihren Ort oder Ihre Region kommen, erläutern wir Ihnen gerne.

Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder Ihre Mail!

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