Betriebe im deutschen Gastgewerbe blicken optimistisch ins Jahr 2020

Eine Sonderauswertung der aktuellen DIHK-Saisonumfrage für das Gastgewerbe zeigt: Gastronomie- und Beherbergungsbetreiber*innen sind mit Blick auf die Geschäftslage in der laufenden Saison zwar weiter optimistisch, das Stimmungshoch schwächt sich jedoch ab. Vor allem Betriebe in Hamburg, Berlin und Baden-Württemberg sehen die Geschäftslage deutlich kritischer als im Vorjahreszeitraum.

dwif Zahl der Woche:Zimmerauslastung in der deutschen Hotellerie im 1. Halbjahr 2019 leicht gestiegen (Bild: freepik)

 

Unsere Geschäftslage entwickelt sich in der kommenden Saison voraussichtlich…

Die Sonderauswertung der aktuellen DIHK-Saisonumfrage für das Gastgewerbe zeigt: 81,4 Prozent der Betriebe im deutschen Gastgewerbe schätzen die künftige Entwicklung der Geschäftslage günstiger oder gleich bleibend ein. Insgesamt schwächt sich das Stimmungshoch im Gastgewerbe jedoch ab (Vorjahreswert zum Vergleich 85,5 Prozent).

Überraschend ist jedoch, dass die Gastronomiebranche mit 81,9 Prozent erstmals positiver in die Zukunft blickt als die Beherbergungs-Unternehmen (80,6 Prozent).

  • Am besten gestimmt sind die gastgewerblichen Betriebe in Sachsen (Erwartung an die Geschäftslage – Anteil günstiger/gleich bleibend: 94,0 Prozent), gefolgt von Schleswig-Holstein (89,8 Prozent).
  • Das Schlusslicht bildet Hamburg (63,0 Prozent). Im Vorjahreszeitraum lag der Wert hier zumindest noch bei 77,5 Prozent.
  • Auch in Berlin, wo die Stimmung im Vorjahr mit 95,8 Prozent noch auf dem Deutschland-Höchstwert war, blicken die Betriebe aktuell mit 84,0 Prozent skeptischer in die Zukunft.
  • Zweistellige Rückgänge auf der „Optimismus-Skala“ verzeichnen zudem noch die Betriebe in Baden-Württemberg (von 85,2 auf 73,4 Prozent).

 

Hintergründe zur DIHK-Saisonumfrage Tourismus

DIHK Tourismusreport 2019 2020 CoverIm Rahmen der Saisonumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages werden zweimal jährlich deutschlandweit rund 4.500 ausgewählte Betriebe aus der Tourismuswirtschaft zur Einschätzung der Geschäftslage für die nächsten sechs Monate befragt.

Im Herbst 2019 wurden knapp 4.500 Antworten von Unternehmen aus den Bereichen Gastgewerbe (Beherbergung, Gastronomie) und Reisewirtschaft (Reiseveranstalter, Reisebüros, touristische Verkehrsunternehmen) erhoben.

Für den Bereich „Gastgewerbe“ wurden knapp 2.000 Beherbergungsbetriebe, 1.700 Gastronomiebetriebe sowie 93 Campingplätze berücksichtigt, für den Bereich „Reisevermittlung“ knapp 500 Reisebüros und knapp 140 Reiseveranstalter.

Mehr Infos zur Studie

 

Risiko Fachkräftemangel drückt die Stimmung

Nach wie vor bewegt sich die Tourismuswirtschaft (Gastgewerbe & Reisewirtschaft) auf einem sehr hohen Zufriedenheitsniveau, wenngleich die Bewertungen der Geschäftslage und der Geschäftserwartungen in allen Bereichen des Tourismus im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind.
Fachkräftemangel, Nachhaltigkeitsdebatten sowie die Thomas Cook Insolvenz drücken auf die Stimmung der Branche. Die Mehrheit der Unternehmen geht aber immerhin von einer gleich bleibenden Geschäftslage aus.

Auch wenn der Zuwachs schwächer als in den Vorjahren ausfallen wird, beabsichtigen die Unternehmen der Tourismuswirtschaft auch in der kommenden Saison weiter bzw. mehr zu investieren. Hierbei stehen Modernisierungen und Ersatzbedarf im Vordergrund.
Das größte wirtschaftliche Risiko für die Tourismuswirtschaft bleibt nach wie vor der Fachkräftemangel. Zwei Drittel der Unternehmen sehen ihre Tätigkeit davon negativ beeinflusst.

Zwar geht der aktuelle Entwurf eines Fachkräfteeinwanderungsgesetztes genau auf diese Problematik ein, dennoch kann etwa die Hälfte aller Betriebe seine offenen Stellen langfristig nicht besetzen. Das wirkt sich zum Teil auch auf die Gäste beispielsweise durch ein eingeschränktes Angebot oder verkürzte Öffnungszeiten aus.

 

Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen im Gastgewerbe steigt

ZDW dwif Fachkraeftemangel Gastgewerbe Die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Einige Regionen sind hier in besonderem Maße betroffen und müssen künftig noch aktiver versuchen, diesem Mangel entgegenzuwirken.

Mehr in unserer Zahl der Woche

 

Seien Sie vorbereitet!

Die Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe sollten fortlaufend die unterschiedlichen Geschäftsklimaindexe beobachten, denn diese gelten als Frühindikator für die allgemeine Entwicklung der Wirtschaft. Dadurch erfahren Geschäftstreibende, wie sie die nächsten Geschäftsjahre strategisch angehen können und wissen genau, wann sich mögliche Nachfrageeinbußen andeuten.

Darauf können sie dann rechtzeitig mit preis-, personal- und/oder produktpolitischen Entscheidungen reagieren und zielgerichtet gegensteuern. Wenn diese Maßnahmen entsprechend verständlich kommuniziert werden, erleben weder Chef*innen noch Investor*innen, Angestellte oder Gäste eine böse Überraschung.

 

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