Zimmerauslastung in der deutschen Hotellerie leicht gestiegen

Die aktuellen STR-Global-Daten zeigen: Die durchschnittliche Zimmerauslastung in der deutschen Hotellerie im 1. Halbjahr 2019 liegt bei 70,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet das eine leichte Steigerung.

dwif Zahl der Woche:Zimmerauslastung in der deutschen Hotellerie im 1. Halbjahr 2019 leicht gestiegen (Bild: freepik)

Sieben von zehn Zimmern belegt

Die Auslastung der Hotellerie in Deutschland klettert in den ersten sechs Monaten 2019 leicht nach oben (von 69,6 Prozent zwischen Januar bis Juni 2018 auf aktuell 70,1 Prozent). Doch wie fällt die Entwicklung in den einzelnen deutschen Bundesländern aus? Ein Blick auf die Gesamtjahreswerte 2018 schafft Klarheit (Quelle: IHA-Branchenreport „Hotelmarkt Deutschland 2019“): Rund sieben von zehn Zimmern waren während der Öffnungszeiten der Hotelbetriebe in Deutschland im letzten Jahr belegt.

Unter den 16 Bundesländern ist Hamburg mit einer Auslastung von 79,8 Prozent Spitzenreiter. Nach den Stadtstaaten Hamburg und Berlin folgt Bayern als Flächenbundesland mit einem überdurchschnittlichen Auslastungswert von 75,7 Prozent.

Eine Auswertung der Zimmerauslastung nach Sternekategorien zeigt, dass die schon seit mehreren Jahren fortschreitende Polarisierung der Nachfrage insbesondere im Budget-Segment (2 Sterne bis 2-Sterne-S: 76,4 Prozent) und im Luxus-Segment (5 Sterne: 74,9 Prozent) zu hohen Auslastungswerten beitrug. Auch die Lage ist entscheidend.

In großen Städten (76 Prozent) erreicht die Hotellerie eine bessere Zimmerauslastung als in kleineren Städten (65,1 Prozent). Am besten ausgelastet sind jedoch die Hotels an den Flughäfen (77 Prozent). Der internationale Vergleich zeigt, dass es bei der effizienten Nutzung von Hotelzimmern durchaus noch Spielraum für die deutschen Hotels gibt. Dem deutschen Spitzenreiter Hamburg (rund 80 Prozent) stehen in anderen europäischen Metropolen wie Amsterdam, London, Paris oder Wien Auslastungswerte zwischen 82 und 86 Prozent entgegen.

 

Was beeinflusst die Zimmerauslastung?

Die Zimmerauslastung ist in den letzten fünf Jahren zwar kontinuierlich, aber nur langsam gestiegen (+3,4 Prozentpunkte seit 2013). Dies liegt daran, dass gleichzeitig mit den Übernachtungszuwächsen auch ein starker Kapazitätsausbau vor allem in den größeren Städten einherging.

Zudem gibt es eine Reihe von Faktoren, die die Auslastungsrate beeinflussen. Lage und Zimmerpreis sind zwar die beiden wichtigsten, aber auch Gästebewertungen, zielgruppenspezifische Positionierungen und eine dazu passende Ausstattung, der Service und das gebotene Erlebnis vor Ort sind entscheidende Buchungsfaktoren. So sind beispielsweise Businesshotels in den Städten und Gewerbegebieten an den Wochentagen Montag bis Donnerstag häufig stark bis voll belegt, während sie an den Wochenenden nur wenige Zimmer verkaufen können.

 

Wo liegen Ihre Stärken?

Betrieben mit unterdurchschnittlicher Auslastung kann es helfen, ein genaues Stärkenprofil herauszuarbeiten und darauf aufbauend eine klarere Positionierung zu etablieren. Sind die wichtigsten Zielgruppen identifiziert, kann der Marketing-Mix entsprechend angepasst werden.

Eine Preissenkung kann zwar kurzfristig zu einer höheren Auslastung führen, sie mindert jedoch auch den Umsatz je verfügbarem Zimmer und somit auch wichtige Einnahmen zur Kostendeckung. Alternativen zu einer Preissenkung sind Packages und Pauschalen, die attraktive und interessante Angebote beinhalten und somit die Auslastung in der Nebensaison und an den weniger gebuchten Wochentagen steigern können. Auch ein Frühbucherbonus für die auslastungsschwachen Zeiten könnte zu mehr Buchungen verhelfen.

Dass solche Rabatte und Pauschalen auch auf den gängigen Buchungsportale sichtbar sind, ist genauso erforderlich wie der Buchungskalender auf der eigenen Webseite.

 

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