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Backstage-Tour durch den SH-Tourismus – das Sparkassen-Tourismusbarometer Schleswig-Holstein 2019

Montag, 13. Mai 2019

Vor einer Rekordteilnehmerzahl von 140 interessierten Touristiker*innen präsentierten Karsten Heinsohn und Markus Seibold die Ergebnisse des Sparkassen-Tourismusbarometers Schleswig-Holstein. Die Themen auf einen Blick: Weitblicke – Mobilität im Schlaglicht, Ausblicke – Tagesreisen weitergedacht, Einblicke – neue Indikatoren als Entscheidungsgrundlage

dwif präsentiert Sparkassen-Tourismusbarometer Schleswig-Holstein 2019
Fokus: Mobilität, Tagesreisen, Indikatoren

Die Präsentation des Sparkassen-Tourismusbarometers Schleswig-Holstein fand zum zweiten Mal im Arena-Format statt: Unsere Fachimpulse wechselten sich mit spannenden und teils kontrovers geführten Diskussionen ab. Denn der reine Wissenstransfer war gestern, der direkte Dialog mit den Partner*innen im Tourismus und die Nähe zur Praxis stand im Mittelpunkt.

 

Der Weg ist das Ziel – mobil sein als Grundbedürfnis für Gäste und die Bevölkerung vor Ort

Das Thema Mobilität war ist in diesem Jahr bei den Sparkassen-Tourismusbarometern nicht nur in Ostdeutschland ein Thema, sondern auch in Schleswig-Holstein. Mobilität ist ein Schlüsselfaktor und letztlich der Grundbaustein für jede Reise.

Gleichzeitig sind Verkehrsprobleme die am häufigsten genannten negativen Begleiterscheinungen im Tourismus in Schleswig-Holstein, das konnte bereits im Tourismusbarometer 2017 belegt werden. Verkehr und Mobilität müssen aktiv gemanagt werden, von der Anreise bis zur Vor-Ort-Mobilität.

Der Tourismus ist dabei ein wichtiger Partner. Wenn es um Kooperationen geht, dann müssen Politik, Verkehrsunternehmen, Touristik-Fachleute, Nachhaltigkeitsexpert*innen und Einheimische mit an den Tisch.

Ein weiteres wichtiges Handlungsfeld ist die Besucher- und Verkehrslenkung. Denn derzeit sind rund 80 Prozent der Übernachtungs- und Tagesgäste im "Echten Norden" mit ihrem eigenen Auto unterwegs. Hinzu kommt die Schaffung von erlebnisorientierten Mobilitätsangeboten in den Destinationen, Mobilität mit eigenem Erlebnischarakter. Und schließlich gilt es den Dauerbrenner Finanzierung anzupacken, z. B. wenn es wie in Schleswig-Holstein derzeit an der Ostsee um die Einführung von Mobilitätsangeboten für Touristen, finanziert über die Kurabgabe nach dem Solidarprinzip, geht.

Sparkassen Tourismusbarometer SH dwif Mobilitaetsradar

 

Mobilität ist ein Grundbedürfnis für alle – Einwohner*innen wie Gäste – und eine der zentralen Herausforderungen im Tourismus. Tourismus und Standortentwicklung fließen hier zusammen. Touristiker*innen, Kommunen und Verkehrsdienstleister in Schleswig-Holstein denken jedoch noch zu häufig zu eng, denn Mobilität muss gemeinsam gestaltet werden.

 

Runde 2: Tagestourismus – der unterschätzte Riese

Die zweite Runde stand ganz im Zeichen des Tagestourismus. Hier liefern wir exklusive Marktdaten und Hintergründe über den dwif-Tagesreisemonitor und das Monitoring der Besucherzahlen in der Freizeitwirtschaft.

Die Tagesgäste sind neben den Übernachtungsgästen das zweite Standbein für den Tourismus in Schleswig-Holstein. Über eine Sonderauswertung des dwif-Tagesreisemonitor liegen nun aktuelle Zahlen vor: 2018 wurde über 130 Mio. Tagesreisen ein Umsatz von 3,5 Mrd. Euro generiert. Die Top-Aktivitäten waren Shopping, der Besuch von Freizeiteinrichtungen sowie der Besuch von Restaurants und Cafés. Das Spektrum zeigt die Breitenwirkung der touristischen Umsätze für viele Branchen in Schleswig-Holstein.

Sparkassen Tourismusbarometer SH dwif Tagesreisenmonitor

 

Dabei ist die Freizeitwirtschaft ein wichtiger Faktor für die Aktivitäten vor Ort. Deren Besucherzahlen gingen in Schleswig-Holstein 2018 um 2,2 Prozent zurück. Besonders in den heißen Sommermonaten wurden deutlich weniger Besucher gezählt, es war schlicht zu heiß für intensive Aktivitäten. Dennoch gab es zwei Gewinner: So zogen die Zahlen in den Freilichtmuseen im zweistelligen Bereich an und auch die Zoos/Tierparks legten um über 5 Prozent zu.

Als es im Dialog mit den Branchenvertretern in die Frage ging, ob dieser Markt aktiv bearbeitet werden sollte entspann sich eine intensive Diskussion über die Aufgaben von Tourismusorganisationen und die Rolle des Tagesreisemarktes für den SH-Tourismus. Fakt ist: Zwei Drittel aller Tagesreisenden in Schleswig-Holstein kommen aus dem eigenen Land. Ein aktives Managen des Tagestourismus kommt somit den Gästen von Außerhalb und den Einwohnern gleichermaßen zugute. Interessenausgleich, Akzeptanz und Tourismusbewusstsein sind hier zentrale Stichworte.

 

Runde 3: Im Reich der Zahlen – von Qualität und Quantität im SH-Tourismus

Die dritte Runde befasste sich mit den Schwerpunkten "Qualität" und "Kennzahlen zur Messung der Tourismusentwicklung".

Die Gästezufriedenheit in Schleswig-Holstein ist weiter gestiegen und liegt laut TrustYou bei 85,4 von 100 möglichen Indexpunkten (Deutschland: 83,5). Das bedeutet nach wie vor Rang 2 hinter Bayern. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Die Steigerung der Zufriedenheit zieht sich erfreulicherweise durch alle Regionen in Schleswig-Holstein. In wichtigen Teilbereichen der Gästezufriedenheit wie Service, Hotel oder Zimmer erhalten die Gastgeber*innen in Schleswig-Holstein bessere Noten als im Deutschland-Durchschnitt. Die Wirkung der Investitionen der letzten Jahre sind nach wie vor zu spüren. Die Bereiche Preis-/Leistungsverhältnis (hier gilt es nicht zu überdrehen), Kulinarik (z. B. Qualität und Regionalität bei Speisen) und Internet (kostenfrei, schnell, ohne Volumenbegrenzung) bieten dagegen Ansatzpunkte für weitere Qualitätsverbesserungen.

Sparkassen Tourismusbarometer SH dwif TrustYou Ranking

 

Die Berichtskreisprüfung (Mehr dazu erfahren Sie hier.) in der amtlichen Statistik in Schleswig-Holstein – die nach Aussagen vom Statistischen Bundesamt in den nächsten Jahren wohl noch weitere Bundesländer beschäftigen wird – stellt die Tourismusakteure derzeit, vorsichtig ausgedrückt, vor mittelschwere Interpretationsherausforderungen.

Mit einem Plus von 15,3 Prozent (2018 gegenüber 2017) lag das nördlichste Bundesland nach Angaben der Statistischen Ämter auf Platz 1 im Dynamikranking aller 16 Bundesländer. Aber Achtung: Das hohe Wachstum in Schleswig-Holstein 2018 ist zum Teil eben auf diese Berichtskreisprüfung zurückzuführen, so dass die Daten nur eingeschränkt mit den Vorjahren vergleichbar sind.

Hier erfolgt seit im zweiten Halbjahr 2017 die Integration weiterer Betriebe in die amtliche Tourismusstatistik. Besonders Apartmentvermittlungen an der Nordsee und an der Ostsee waren davon betroffen. Dies war jedoch kein realer Kapazitätsausbau, sondern eine Verschiebung von vormals im Bereich der Privatvermieter gelisteten Betrieben und Übernachtungen in die berichtspflichtige Gruppe der Betriebe ab 10 Betten. Dies betraf allein 2018 ein Volumen von rund 24.000 Schlafgelegenheiten, die in die Gruppe der gewerblichen Beherbergung verschoben worden sind. Dabei ist die Berichtskreispflege wichtig; neue Betriebe kommen an den Markt, alte scheiden aus, einige kommen ihrer gesetzlichen Berichtspflicht nicht nach.

Sparkassen Tourismusbarometer SH 2019 Infogafik dwif

 

Durch die Anpassungen wird der Markt schlicht besser abgebildet und werden die Daten belastbarer. Und im Rahmen des Sparkassen-Tourismusbarometer belegen wir mit einer Modellrechnung: Selbst ohne Berücksichtigung dieser Statistikeffekte lag Schleswig-Holstein am Jahresende bei einem Übernachtungszuwachs von 3,5 Prozent. Die Ostsee erreichte 2018 ein Übernachtungsvolumen von 16,3 Millionen. Der bereinigte Übernachtungszuwachs lag bei 4,5 Prozent (unbereinigt: +18,5 Prozent). In der Destination Nordsee zählte die Amtliche Statistik 2018 12,0 Millionen Übernachtungen. Die bereinigte Entwicklung der Übernachtungen lag bei +1,9 Prozent (unbereinigt: +17,6 Prozent).

Zudem wurde im Rahmen des Sparkassen-Tourismusbarometers ein Modellprojekt lanciert, das künftig mehr Transparenz in die touristische Zahlenwelt in Schleswig-Holstein bringen soll und einmalig im Deutschlandtourismus ist. Zusammen mit 11 Modellkommunen, die für über 45 Prozent der Gesamtnachfrage stehen, werden ab sofort monatlich die Daten aus der Meldescheinstatistik ausgewertet, mit Buchungsdaten, wirtschaftlichen Kennzahlen und Wetterdaten angereichert. Dies soll den touristischen Akteuren zusätzliche Chancen bieten, kurzfristig auf Marktentwicklungen reagieren zu können und eine belastbare Grundlage für die Einschätzung der eigenen Situation im Wettbewerbsvergleich zu bekommen.

 

Das Sparkassen-Tourismusbarometer Schleswig-Holstein

Sparkassen Tourismusbarometer Schleswig Holstein Jahresbericht 2019 Cover

Das Sparkassen-Tourismusbarometer Schleswig-Holstein liefert als Marktforschungsinstrument Hinweise auf Erfolge und Misserfolge sowie auf wichtige strukturelle Veränderungen der Tourismusentwicklung in Schleswig-Holstein. Als kontinuierliches Monitoringinstrument ermöglicht es zeitliche, regionale und sektorale Vergleiche und erleichtert damit Entscheidungsfindungen für Investitionen in Infrastruktur und Marketing.

Mit dem Sparkassen-Tourismusbarometer ist dem Tourismusverband Schleswig-Holstein und den schleswig-holsteinischen Sparkassen besonders daran gelegen, wesentliche Informationslücken der amtlichen Tourismusstatistik zu schließen und aktuelle tourismusrelevante Themen für die Tourismusakteure aufzubereiten. Alle Informationen rund um das Sparkassen-Tourismusbarometer Schleswig-Holstein lesen Sie hier.
 
Lesetipp! Überzeugen Sie sich selbst und werfen Sie einen Blick in den Jahresbericht 2019.

Noch mehr Infos zum Sparkassen-Tourismusbarometer!

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