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Wirtschaftsfaktor Tourismus Baden-Württemberg: 24,8 Milliarden Bruttoumsatz

Montag, 30. Juli 2018

Tourismusminister Guido Wolf hat am Freitag 27. Juli 2018 im Stuttgarter Stadtpalais die Ergebnisse unserer Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus für das Bundesland Baden-Württemberg 2017“ vorgestellt. „Die Zahlen sind bemerkenswert gut und zeigen: Die Tourismusbranche ist eine Leitökonomie“, so Guido Wolf. Die Studie zeigt Zuwächse bei allen wirtschaftlichen Kenngrößen gegenüber der Vorgängerberechnung aus dem Jahr 2015.

dwif-Wirtschaftsfaktor Tourismus Baden-Württemberg: Tourismusminister Guido Wolf stellt Studie zur Bedeutung des Tourismus für die Wirtschaft im Land vor (Bild von links: Andreas Braun und Minister Guido Wolf; Bildnachweis: JuM_Niedermüller)
Bruttoumsatz seit 2015 um mehr als 22 Prozent gewachsen.

Nach unserer Studie gaben die Touristen im Jahr 2017 im Land 24,8 Milliarden Euro aus. Das Bruttoumsatzvolumen ist damit im Vergleich zu 2015 um mehr als 22 Prozent gewachsen. Davon profitieren auch die Beschäftigten im Tourismusgewerbe, die Löhne und Gehälter in Höhe von 11,6 Milliarden Euro erarbeitet haben. Gegenüber dem Jahr 2015 bedeutet das einen Zuwachs um rund 22 Prozent.

Auch für den Arbeitsmarkt hat das starke Wachstum des Tourismusgewerbes positive Auswirkungen. Tourismusminister Guido Wolf: „Die rechnerische Zahl der Vollzeitarbeitsplätze ist von 326.000 im Jahr 2015 auf 390.000 im Jahr 2017 und damit um fast 20 Prozent gestiegen. Das Tourismusgewerbe ist damit auch ein Jobmotor, der ortsgebundene Arbeitsplätze für Menschen mit ganz unterschiedlichen Berufsqualifikationen schafft“.

 

Tourismus stärkt den ländlichen Raum

Weiter betonte der Minister, dass der Tourismus eine hervorragende Imagewerbung für das Land darstelle. Zudem hob er hervor: „Der Tourismus stärkt gerade auch den ländlichen Raum und geht mit großen Investitionen in die Infrastruktur einher. Die so entstandenen Schwimmbäder, Uferpromenaden und Museen kommen auch den ortsansässigen Bürgerinnen und Bürgern zugute.“

Die Ergebnisse unserer Studie werden durch die jüngste Beherbergungsstatistik für die Monate Januar bis Mai 2018 bestätigt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen die Gästeankünfte im Land um 4,9 Prozent auf rund 8,1 Millionen Gäste und die Zahl der Übernachtungen um 5,1 Prozent auf rund 19,6 Millionen.

„Als Europaminister freut mich ganz besonders, dass die Zuwächse bei den ausländischen Gästen überproportional ausgefallen sind, nämlich 7 Prozent bei den Ankünften und 6,5 Prozent bei den Übernachtungen.“ Der Anteil der Auslandsgäste beträgt bei den Ankünften 22,2 und bei den Übernachtungen 20,4 Prozent.

 

Weiterentwicklung der Tourismuskonzeption Baden-Württemberg

„Diese überragenden Zahlen sind das Ergebnis der harten Arbeit der Unternehmer und Beschäftigen im Tourismusgewerbe“, so Guido Wolf. Doch auch die Politik könne hier wichtige Impulse setzen. Ein wichtiger Baustein sei die Weiterentwicklung der noch aus dem Jahr 2009 stammenden Tourismuskonzeption des Landes. Guido Wolf: „In den letzten Wochen haben wir in vier Themenworkshops gemeinsam mit Experten und Tourismusakteuren themenspezifische Ansätze erarbeitet. Diese werden wir im zweiten Halbjahr 2018 auf fünf Regionalkonferenzen mit den Tourismusakteuren im Land diskutieren. Die Ergebnisse werden wir dann in die neue Tourismuskonzeption einfließen lassen. [Mehr zur neuen Tourismuskonzeption für Baden-Württemberg lesen Sie hier.]  Schon jetzt kann ich sagen, dass die Digitalisierung für den Tourismus der Zukunft eine zentrale Rolle spielen wird.“

Andreas Braun, Geschäftsführer der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW), zeigte sich erfreut über die positiven neuen Wirtschaftszahlen: „Unsere touristischen Leistungsträger im Land tragen in einem bedeutenden Umfang zur Wirtschaftskraft Baden-Württembergs bei. Das belegen die heute vorgestellten Zahlen. Möglich ist dies auch deshalb, weil bei uns im Süden mit viel Kreativität und Leidenschaft immer wieder neue, teils überraschende Angebote entwickelt werden.“

 

Quelle: Pressemeldung des Ministerium der Justiz und für Europa in Baden-Württemberg

 

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Wirtschaftsfaktor Tourismus Baden Wuerttemberg CoverDie dwif-Studie im Auftrag des Ministerium der Justiz und für Europa in Baden-Württemberg steht als kostenfreier Download zur Verfügung.

Neben den Fakten zum Wirtschaftsfaktor Tourismus erfahren Sie unter anderem wichtge Informationen zur Methodik.

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Hintergrund zum Projekt Tourismuskonzeption Baden-Württemberg

Tourismuskonzeption Baden Wuerttemberg TeaserDie derzeit gültige Tourismuskonzeption Baden-Württemberg aus dem Jahr 2009 soll unter einer breiten Beteiligung der Tourismusakteurinnen und Tourismusakteure weiterentwickelt werden. Dazu haben wir gemeinsam mit Tourismuszukunft einen innovativen Prozess aufgesetzt, der den Zuschlag des Ministeriums der Justiz und für Europa des Landes Baden-Württemberg bekam.

In der Analysephase wurde eine Onlinebefragung durchgeführt, an der sich über 550 Akteurinnen und Akteure des Landes beteiligten. Darüber hinaus wurden 25 Expert*innengespräche durchgeführt, darunter auch mit dem Justizminster und den tourismuspolitischen Sprecher*innen der Landtagsfraktionen. Zwischenergebnisse werden regelmäßig über das Tourismusnetzwerk Baden-Württemberg kommuniziert, das auch als Plattform zu Diskussion genutzt wird. Die Tourismuskonzeption soll in der ersten Jahreshälfte 2019 fertiggestellt werden.

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