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75 Jahre Naturpark Altmühltal: Jubiläum mit Blick zurück – und nach vorn

Donnerstag, 06. August 2026

Wie erzählt man 75 Jahre touristische Entwicklung, starke Partnerschaften und Zukunftsaufgaben so, dass sie nicht nur sichtbar, sondern erlebbar werden? Für das Jubiläum des Tourismusverbandes Naturpark Altmühltal entwickelte das dwif gemeinsam mit der Eichstätter Agentur Magenta4 ein dialogorientiertes Veranstaltungskonzept.
Andrea Möller vom Destinationsmanagement freute sich, unter der stimmungsvollen Kuppel der ehemaligen Klosterkirche Notre Dame durch den Abend zu führen. Im Mittelpunkt standen die Ausstellungswände mit zentralen Themen des Naturparks, die durch moderierte Gespräche lebendig wurden.

dwif begleitet Jubiläumsveranstaltung mit Konzeption und Moderation (Bild: Clara Hausmann, Informationszentrum 2026)
Vier Themenwände als roter Faden durch 75 Jahre Naturpark Altmühltal

75 Jahre Tourismusverband Naturpark Altmühltal sind mehr als ein Anlass zum Feiern. Sie sind auch ein Moment, um innezuhalten: Was hat diesen besonderen Natur- und Tourismusraum geprägt? Welche Menschen, Entscheidungen und Netzwerke haben ihn stark gemacht? Und welche Fragen werden künftig entscheidend sein, damit der Naturpark Altmühltal auch in Zukunft ein attraktiver Lebens-, Erlebnis- und Wirtschaftsraum bleibt?

Genau diesen Spannungsbogen griff die Jubiläumsveranstaltung des Tourismusverbandes Naturpark Altmühltal auf.

 

Vier Themenwände als roter Faden durch 75 Jahre Naturpark Altmühltal

Statt einer klassischen Aneinanderreihung von Grußworten setzte das Veranstaltungskonzept auf ein lebendiges Zusammenspiel aus Ausstellung, Gespräch und fachlicher Einordnung. Die vier thematischen Ausstellungswände bildeten den roten Faden des Jubiläums:

Tafel 1: Historie und kooperatives Netzwerk

Den Auftakt bildete der Blick zurück: auf die Geschichte des Naturparks, seine Entwicklungslinien und seine besondere Rolle als kooperatives Netzwerk. Im Gespräch mit Christoph Würflein, Geschäftsführer des Naturparks Altmühltal, und Andrea Möller vom dwif wurde deutlich: Die Stärke des Naturparks liegt seit jeher im Zusammenspiel vieler Akteur*innen – aus Kommunen, Tourismus, Politik, Wirtschaft und Ehrenamt – und in der Erkenntnis, dass der eigene Kirchturm zwar schön ist, sich aber gemeinsam viel mehr erreichen lässt. Diesen Zusammenhalt gilt es auch für die Zukunft zu erhalten.

Tafel 2: Wirtschaftsfaktor und Lebensqualitätsgestalter Tourismus

Die zweite Station widmete sich der wirtschaftlichen Bedeutung. Im Interview mit Landrat Alex Anetsberger wurde herausgearbeitet, wie stark Tourismus zur regionalen Wertschöpfung beiträgt – also zu Einkommen, Beschäftigung und Nachfrage in der Region. Angesichts der Rückgänge in der Autoindustrie rückt der regionaler Arbeitgeber Tourismus wieder in den Fokus. Gleichzeitig gilt: Tourismus nie isoliert betrachten, sondern immer auch Standortqualität, Lebensqualität und regionale Entwicklung kommunizieren. Und gerade deshalb lohnt es sich für Kommunen unbedingt, auch in Zukunft in touristische Infrastruktur zu investieren – meint der Landrat.

dwif: Jubiläum Altmühltal - Wirtschaftsfaktor

Bild: dwif/Magenta4 2026

Tafel 3: Starke Partnerschaften und Marke

Die dritte Themenwand stellte Partnerschaften und Markenarbeit in den Mittelpunkt. Im Gespräch mit Denise Amrhein vom Hotel Fuchsbräu in Beilngries – zugleich engagiert in der IHK-Tourismusarbeit – sowie Heike Baumgärtner, stellvertretende Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Naturpark Altmühltal und verantwortlich unter anderem für Wandern, Premium-Partnerschaften, Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation, wurde deutlich: Eine starke Marke entsteht nicht allein durch Kommunikation. Sie lebt durch Betriebe, Gastgeber*innen, Qualitätsangebote und gemeinsame Haltung. Den Naturpark als gemeinsame Klammer stark machen, digitale Daten zum Angebot fit für KI machen und die Basis aus Wanderwegen, Radrouten, Wasserwandern, Steinbrüchen und Kultur pflegen – das wünschen sich beide für die Zukunft.


dwif: Jubiläum Altmühltal - Markenprinzipien
Bild: dwif/Magenta4 2026

Tafel 4: Zukunft des Tourismus im Naturpark

An der vierten Station richtete Andrea Möller vom dwif den Blick nach vorn. Im Fokus standen zentrale Zukunftstrends im Tourismus: Individualisierung, Erlebnisorientierung, Digitalisierung, nachhaltige Mobilität, neue Unterkunftsformen, Fachkräftefragen, Angebotsqualität und der zunehmende Wettbewerb um Aufmerksamkeit und Ressourcen. Angesichts des Klimawandels und fortschreitender Verstädterung hat der Naturpark unbedingt Zukunft als wichtiger Erholungs- und Regenerationsraum, muss aber viele der genannten Trends in seinen Angeboten aufgreifen. Das braucht Mut zu neuen Ideen: von Kayakomat über mobile Verpflegung und virtuell unterstützte Erlebnisse bis zu klimaresilienter Infrastruktur. Und dabei authentisch, nachhaltig und glaubwürdig bleiben für einen Tourismus, der bei Einheimischen wie Gästen wirklich ankommt.

 

Ein Jubiläum für Menschen, die den Naturpark geprägt haben

Eingeladen waren zahlreiche verdiente Wegbegleiter wie Horst Bieswanger, ehemals Geschäftsführer des Vereins Naturpark Altmühltal (Südl. Frankenalb), der Ehrenvorsitzende Alt-Oberbürgermeister Ludwig Kärtner und die ehemaligen Vorsitzenden Altlandräte Dr. Franz Xaver Bittl und Anton Knapp, viele Touristiker*innen sowie neu gewählte und weiterhin amtierende Bürgermeister*innen aus der Region. Auch für das dwif war die Jubiläumsveranstaltung ein besonderer Moment einer langen gemeinsamen Geschichte - mit der Erstkonzeption (1997) und der Fortschreibung 2017 mit einem spezifischen Marken- und Erlebnisfokus.

 

Unser Fazit

75 Jahre Tourismusverband Naturpark Altmühltal zeigen: Erfolgreiche Destinationsentwicklung entsteht nicht über Nacht. Sie braucht Kontinuität, Vertrauen, gute Netzwerke und immer wieder den Mut, sich neu aufzustellen.


Wir wünschen Christoph Würflein, Heike Baumgärtner und ihrem Team sowie Klaus Dorsch von Magenta4 weiter viel Erfolg und freuen uns, weiter mit dabei zu sein!

 

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