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Upgrading – dwif-Workshop zu aktuellen Trends in der Camping-Szene

Mittwoch, 26. September 2018

Caravaning ist in Deutschland beliebter als jemals zuvor. Da viele deutsche Caravaning-Enthusiasten im eigenen Land verreisen, profitiert auch die hiesige Tourismusbranche stark von dem Boom. Im Auftrag des CIVD haben wir den Campingplatz- und Reisemobiltourismus in Deutschland in einer wissenschaftlichen Studie genauer unter die Lupe. Die Ergebnisse wurden im letzten Jahr präsentiert und zeigten auf eindrucksvolle Weise die wirtschaftliche Relevanz von Caravaning-Tourismus in Deutschland.

Im September führten wir jetzt für die niederrheinische IHK einen Workshop zum "Upgrading im Camping" durch, um Lösungsansätze für die Zukunft zu erarbeiten.

Wirtschaftsfaktor Camping- und Reisemobiltourismus in Deutschland (Bild: Caravaning Industrie Verband e.V.)
Workshop zu wichtigen Zukunftsfeldern des Campingtourismus

Rückblick

2017 wurden die Ergebnisse unserer Studie "Wirtschaftsfaktor Camping- und Reisemobiltourismus in Deutschland" im Auftrag des Caravaning Industrie Verband e.V. (CIVD) der Öffentlichkeit präsentiert. Die Fakten beeindruckten:

Durch die Campingtouristen werden auf den Campingplätzen und im Rahmen der anderweitigen touristischen Nutzung von Campingfahrzeugen jährlich rund 137,5 Mio. Übernachtungen und Tagesreisen generiert. Nach Segmenten unterteilt ergeben sich

  • 49,7 Mio. Übernachtungen durch Touristikcamper auf Campingplätzen
  • 13,5 Mio. Übernachtungen durch Reisemobilisten auf und außerhalb von Reisemobilstellplätzen
  • 14,5 Mio. Tagesreisen mit dem Reisemobil
  • 59,8 Mio. Aufenthaltstage auf den Dauerstandplätzen

Diese Zahlen verdeutlichen die gravierende Untererfassung dieses touristischen Marktsegmentes in der amtlichen Statistik.

 

Camping ist ein Milliardengeschäft

 Durch die gesamte campingspezifische Nachfrage über alle Segmente werden in Deutschland Bruttoumsätze in einer Größenordnung von rund 12.554,6 Mio. Euro generiert. Enthalten sind hierin die

  • in den Zielgebieten getätigten Ausgaben der Camper in Höhe von 5.000,5 Mio. Euro,
  • anzusetzenden Fahrtkosten für den Transfer zwischen Quell- und Zielgebiet und während des Aufenthaltes vor Ort in Höhe von 3.999,1 Mio. Euro sowie
  • Investitionen in die Campingausrüstung (Fahrzeug, Campingausstattung, Sonderzubehör) in Höhe von 3.555,0 Mio. Euro.
Campingtourismus Grundlagenstudie CIVD dwif Angebot Campingtourismus Grundlagenstudie CIVD dwif Ausgaben

 

Einkommenseffekte von rund 5 Mrd. Euro

Der Nettoumsatz aus dem Campingtourismus ergibt sich nach Abzug der Mehrwertsteuer vom Bruttoumsatz und liegt bei knapp 11 Mrd. Euro. Die Einkommenswirkungen lassen sich aus dem Nettoumsatz ableiten.

Zum Einkommen zählen Löhne, Gehälter und Gewinne. Dabei wird zwischen den direkten (1. Umsatzstufe) und indirekten (2. Umsatzstufe) Effekten unterschieden. Die gesamten durch den Campingtourismus in Deutschland bewirkten Einkommen belaufen sich auf gut 5 Mrd. Euro. Davon entfallen jeweils etwa die Hälfte auf die 1. und die 2. Umsatzstufe. Der Campingtourismus leistet damit einen Beitrag zum gesamten Volkseinkommen in Deutschland in Höhe von beachtlichen 0,22 Prozent.

 

Beschäftigungsmotor

Aus der Division des durch Campingtourismus generierten Einkommens (5.016,4 Mio. Euro) durch das durchschnittliche Volkseinkommen je Einwohner in Deutschland (27.540 Euro) lässt sich ein Beschäftigungsäquivalent von insgesamt rund 182.000 Beziehern eines durchschnittlichen Volkseinkommens pro Kopf durch den Campingtourismus in Deutschland ableiten.

 

Es sprudelt

Aus dem Campingplatz- und Reisemobil-Tourismus resultiert ein Steueraufkommen aus Mehrwertsteuer sowie Einkommen-/Lohnsteuer in Höhe von insgesamt rund 2,3 Mrd. Euro. Davon entfallen rund 70 Prozent auf Mehrwertsteuer und 30 Prozent auf Einkommen-/Lohnsteuer.

Darüber hinaus fließen der öffentlichen Hand durch den Campingplatz- und Reisemobil-Tourismus Steuern und Abgaben in einer Größenordnung von rund 219 Mio. Euro durch die ansässigen Unternehmen zu (z. B. Gewerbesteuer, Grundsteuer, Tourismusbeitrag)

 

„Upgrading im Camping" – Workshop zu aktuellen Trends in der Camping-Szene

Durch die erhöhte Nachfrage steht die Infrastruktur vor Herausforderungen und muss sich auf die geänderten Bedürfnisse einstellen. Auch die Erwartungen der Gäste haben sich gewandelt. Welche Trends sind im Camping zu erwarten? Auf welche Rahmenbedingungen müssen sich Campingplätze einstellen?

Im Auftrag der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer stellten unsere Experten Dr. Manfred Zeiner und Moritz Sporer Mitte September genau dazu einen spannenden Impulsvortrag vor und diskutierten im Anschluss mit Betreibern von Campingplätzen/Stellplätzen und interessierten Touristikern. Das Ziel: Zukünftige Entwicklungen sehen, verstehen und bereits jetzt innovative Lösungsansätze erarbeiten. 

 

dwif-Impulsvortrag liefert Blick in die Zukunft des Campingtourismus

Der Impulsvortrag stellte noch einmal klar heraus:

  • Was macht den Campingsektor jetzt und in Zukunft aus?
  • Campingtourismus als gewaltiger Wirtschaftsfaktor
  • (Informations-)Verhalten der Campinggäste? Was wissen wir über Aktivitäten, Motive und Zufriedenheit?
  • Zukunftsthemen: Wandel in der Kundenstruktur, Trends im Campingsegment
Campingtourismus Grundlagenstudie CIVD dwif Aktivitten Campingtourismus Grundlagenstudie CIVD dwif Zukunftsthemen

 

Quo vadis? Was kann und muss getan werden?

Im Austausch mit den Praktikern wurden im Anschluss Ideen und Lösungsansätze für die anstehenden Innovationsschritte erarbeitet:

  • Welche Serviceleistungen von Campingplätzen könnten optimiert werden (wie ?) und welche zusätzlichen Serviceleistungen wären möglich?
  • Welche (Hardware)optimierungen wären möglich und welche zusätzlichen Einrichtungen wären möglich?
  • Welche Anreize brauchen Campingplätze damit sie Investitionen vorantreiben?
  • Welche Kooperationen wären hilfreich?

Was darauf folgte war ein sehr spannender Austausch mit dem Blick nach vorne! Wir danken allen Beteiligten noch einmal für die eingebrachten Erfahrungen und innovativen Ideen. Jetzt geht es darum, die Theorie in die Praxis zu überführen... darum die Ärmel hochzukrempeln und die Chancen, die der Campingtourismus bietet noch besser auszuschöpfen. 

 

Wir bleiben dran...

und liefern Ihnen auch weiterhin wichtige Impulse für Ihre tägliche Arbeit! Gerne stellen wir den Impulsvortrag auch bei Ihnen in der Destination vor und diskutieren mit Ihren Akteuren vor Ort.

 

Mehr zum Campingtourismus erfahren

Campingtourismus Grundlagenstudie CIVD dwif CoverDie dwif-Studie im Auftrag des Caravaning Industrie Verband e.V. (CIVD) steht als kostenfreier Download zur Verfügung.

Die Ergebnisse zeigen auf eindrucksvolle Weise die wirtschaftliche Relevanz des Caravaning-Tourismus in Deutschland.

Download

Informationen zum dwif-Wirtschaftsfaktor-Tourismus

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