• Startseite
  • News
  • Offenes Ohr für die touristischen Betriebe in der Eifel – Befragung schafft Klarheit

Offenes Ohr für die touristischen Betriebe in der Eifel – Befragung schafft Klarheit

Donnerstag, 21. April 2022

Der Tourismus als Leitbranche der gesamten Eifelregion steht vor wachsenden Herausforderungen, verstärkt durch die Pandemie und die Flutschäden des Sommers. Die mittelständischen Leistungsträger in Gastronomie und Freizeitwirtschaft sind stärker als viele andere Wirtschaftszweige von teils gravierenden Problemen betroffen. 
Eine gemeinsam initiierte Umfrage der Eifel Tourismus GmbH mit den Industrie- und Handelskammern Aachen, Koblenz und Trier schafft nun Klarheit, wie die Leistungsträger*innnen in der Region unterstützt werden können.
Die Resonanz unter den teilnehmenden Betrieben auf unsere Befragung war außergewöhnlich. Die Ergebnisse wurden Mitte April von Moritz Sporer vorgestellt.

dwif: Offenes Ohr für die touristischen Betriebe in der Eifel – Befragung schafft Klarheit  (Bild: ET-PetraGrebe)
Außergewöhnliche Resonanz unter den teilnehmenden Betrieben

 

Befragung der touristischen Leistungsträger*innen in der Eifel bringt Klarheit über die Bedürfnisse in der Branche

Mitte April stellte unser Kollege Moritz Sporer die Ergebnisse der im Schulterschluss mit den Industrie- und Handelskammern Aachen, Koblenz und Trier und der die Eifel Tourismus GmbH (ET) gestarteten Befragung vor. Bei der Pressekonferenz sprachen Anne Morbach (Referentin Tourismuswirtschaft, Geschäftsbereich International und Wein, Industrie- und Handelskammer Trier) für die Industrie- und Handelskammern. Philipp Piecha (Referatsleiter „Wirtschaftsförderung, Strukturpolitik und Tourismus“, Industrie- und Handelskammer Aachen) und Christian Dübner (Referent Tourismus, Industrie- und Handelskammer Koblenz). Klaus Schäfer, Geschäftsführer der Eifel Tourismus GmbH, stellte die Neuerungen bei der E-Learning- Plattform eifel.teejit.de und die E-Coach Ausbildung vor, Stephan Kohler, ebenfalls Eifel Tourismus GmbH, übernahm die Moderation des Pressegesprächs.

Was uns besonders freut: Mit einer Rücklaufquote von rund 35 Prozent aller Befragten und einer Beendigungsquote der Befragung von 42 Prozent ist die Resonanz deutlich höher als bei vergleichbaren Projekten in anderen Regionen. Ausgewählte Ergebnisse möchten wir Ihnen hier vorstellen.

 

Steigende Betriebskosten sind größte Herausforderung

Unsere Auswertung zeigt, dass die Stimmungslage unter den Betrieben aktuell noch gedämpft ist, die Betriebe aber mittel- und langfristig eine positive Entwicklung sehen. Insbesondere die Privat- und Ferienunterkünfte sowie Campingplätze blicken vergleichsweise optimistisch in die nächsten ein bis zwei Jahre. Die größte Herausforderung sehen sie in den steigenden Betriebskosten und dem Fach- und Arbeitskräftemangel.

Anne Morbach.dazu: „Die Unterstützung der Betriebe, geeignete Mitarbeiter*innen zu finden messen wir eine hohe Bedeutung bei. Wir beraten die Unternehmen in persönlichen Gesprächen; unterstützen sie bei der Gewinnung von ausländischen Fachkräften über die IHK Welcome Center und bieten speziell für das Hotel- und Gaststättengewerbe konkrete Projekte an. Hierzu zählt beispielsweise das regionale Ausbildungskonzept HOGANEXT sowie die Fachkräfteinitiative Working-Family“.

 

Wunsch nach externer Unterstützung variiert

Der Unterstützungsbedarf variiert stark nach Betriebstyp. Auffällig dabei: Hotelbetriebe und Freizeiteinrichtungen haben generell größeres Interesse an Schulungs-/Weiterbildungsangeboten, während Privat- und Ferienunterkünfte kaum einen Bedarf an entsprechenden Angeboten äußern.

Bereiche, in denen insgesamt die größte Unterstützung benötigt wird, sind Marketing und Krisenmanagement. Instrumente der betriebswirtschaftlichen Beratung oder sonstige Themen (Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Qualität/Service) sind für die touristischen Leistungsträger*innen in der Eifel in weiten Teilen aktuell weniger relevant bzw. erfordern den Angaben nach, seltener externe Hilfe. Deutlich wurde jedoch auch: Die konkreten Fördermaßnahmen der Bundesländer sind den Leistungsträger*innen in Eifel noch weitestgehend unbekannt – in der Hotellerie und Gastronomie ist die Bekanntheit der Programme noch am größten.

“Die Pandemie hat das Bewusstsein der Politik für Förderung in den Branchen Tourismus und Gastgewerbe geschärft. So gibt es insbesondere in den Bereichen 'Digitalisierung' und 'Nachhaltigkeit' mehr Förderungen, die es nun gemeinsam gilt, bei den Betrieben bekannter zu machen. Gleichzeitig unterstützen die IHKs, die Wirtschaftsförderungen und die Tourismus Organisationen bei der Antragsstellung für Fördermittel und setzen sich stets für weniger Bürokratie und schnelle Bewilligung ein”, so Philipp Piecha.

 

dwif: Marktforschung Betriebsbefragung Eifel 2022  

Digitale Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen gewünscht

Weiterbildungsmaßnahmen in digitaler Form sind besonders gefragt. Die befragten Akteur*innen in der Eifel sehen hier klare Vorteile durch günstige Kosten, Flexibilität und einfache technische Nutzung. Persönlichen bzw. interaktiven Formaten wie Schulungen oder Coachings stehen hingegen nicht alle Akteur*innen offen gegenüber. Trotz der positiven Einstellung gegenüber digitalen Weiterbildungsformaten werden derartige Angebote bisher sehr selten genutzt und auch mit Blick auf die technischen Voraussetzungen zur Teilnahme zeigt die Befragung bei den Leistungsträger*innen in der Eifel durchaus noch Handlungsbedarf.

„Aktuell stehen Onlineangebote und neue Impulse rund um das omnipräsente Thema Mitarbeiter*innen bei den Gastronomen hoch im Kurs. Wir registrieren ein deutlich gestiegenes Interesse an dem Thema. Vor der Pandemie waren es in erster Linie Social Media Themen, die besonders stark nachgefragt wurden. Eine aktuell laufende 9-teilige HOGANEXT Webinarreihe verzeichnet mehr als 800 Anmeldungen. Diese hohe Zahl verdeutlicht gleichzeitig den enormen Druck, der auf zahlreichen Betrieben in Puncto Personal lastet“, erläuterte Christian Dübner.

 

Relaunch E-Learning-Portal eifel.teejit & E-Coach-Ausbildung

Touristischen Akteur*innen ein digitales, kostenfreies und dauerhaft verfügbares Schulungsangebot zu bieten war die Intention des eifelweiten E-Learning-Portals eifel.teejit.de. Seit Oktober 2017 können die Betriebe der Eifel auf die Inhalte zurückgreifen. Gemeinsam mit den IHKen Aachen, Koblenz und Trier startete die Eifel Tourismus GmbH mit diesem Angebot. „Wir zählten deutschlandweit zu den ersten Anbietern dieser Art. Mit dem zusätzlichen Lernletter konnten wir 2019 das Angebot weiter ausbauen“, erklärte Klaus Schäfer. Die gemeinsame Plattform fand bei den touristischen Akteur*innen großen Anklang und stieß auch in der Fachwelt auf große Beachtung.

Die erfolgreiche Arbeit bei der E-Learning-Plattform wird nun fortgesetzt und auf alle Branchen in der Eifel ausgeweitet. „Der Aufgabenbereich der Eifel Tourismus GmbH entwickelt sich von einer rein touristischen Marketing-Organisation hin zu einer Management Organisation, die über den Tourismus hinausgehend den Wirtschaftsstandort Eifel insgesamt betrachtet“, führte Schäfer weiter aus. Über die B2B-Plattform wirtschaft.eifel.info werden künftig die digitalen Schulungsunterlagen für den gesamten Wirtschaftsstandort zur Verfügung gestellt.

Darüber hinaus plant die ET die Ausbildung von E-Coaches. VertreterInnen der lokalen Tourismusorganisationen der Eifel werden zu E-Coaches ausgebildet und können die Betriebe zielgerichtet rund um die Fragen der Digitalisierung beraten und unterstützen. Der Start der Ausbildung ist ab Sommer 2022 geplant.

  

„Wir kennen die Sorgen der Betriebe“

Die Umfrage hat allen Beteiligten wichtige Erkenntnisse geliefert. Die Privat- und Ferienunterkünfte sind neben der Hotellerie und den Campingplätzen ein wichtiger Eckpfeiler der Beherbergungsstruktur in der Eifel. Für die Entwicklung des Übernachtungsangebots in der Eifel ist es deshalb von großer Wichtigkeit, auch diese Betriebstypen zukunftsfit zu machen.

„Wir kennen die Sorgen und Nöte unserer Unternehmen und haben weiterhin ein 'offenes Ohr' für alle. Wir wollen gemeinsam mit den Tourismusorganisationen, den Industrie- und Handelskammern, dem DEHOGA und den touristischen Verbänden für die Betriebe relevante Dienstleistungen bieten und sie stets weiterentwickeln. Daher meinerseits nochmals ein Dankeschön an die Industrie- und Handelskammern Aachen, Koblenz und Trier für die Mitwirkung und Zusammenarbeit in unserem funktionierenden Partnernetzwerk, bei dieser Umfrage und der gemeinsamen E-Learning-Plattform. Eines hat uns die Corona-Pandemie noch einmal verdeutlicht: Wie wichtig enge und funktionierende Partnernetzwerke für die aktive Gestaltung der Destination, die Umsetzung kreativer Ideen und den Austausch untereinander sind“, resümierte Aloysius Söhngen (Aufsichtsratsvorsitzender der Eifel Tourismus GmbH) am Ende der Veranstaltung.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für die aktive Unterstützung und sind uns sicher, dass die Ergebnisse der Befragung einen wertvollen Beitrag zur Zukunftssicherung der touristrschen Betriebe in der Eifel leisten werden.

Haben auch Sie Interesse mehr über die Unterstützungsbedarfe Ihrer Leistungsträger*nnen zu erfahren? Sprechen Sie uns gerne an! 

 

Mehr erfahren! 

dwif Befragung der touristischen Betriebe in der EifelSie möchte gerne noch mehr Details zur Befragungsmethodik und den Ergebnissen erfahren? Den Download der Ergebnisse aus der digitalen Pressemappe finden Sie hier.

Ergebnisbericht als PDF-Download

KONTAKT

München

Sonnenstraße 27
80331 München
Tel +49 (0)89 - 237 028 90
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Berlin

Marienstraße 19-20
10117 Berlin
Tel +49 (0)30 - 757 94 90
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!